Grundwassermonitoring

Das Grundwasser wird durch den versickerungsfähigen Niederschlag gespeist, der sich unterirdisch durch die oberen Bodenschichten in Richtung des Vorfluters bewegt. Da das Grundwasser neben seiner wasserwirtschaftlichen und ökologischen Funktion zusätzlich eine große Bedeutung im Bereich der Trink- und Brauchwassergewinnung besitzt, ist es unter besonderen und dauerhaften Schutz zu stellen.

Bauwerke und Anlagen, die einen Einfluss auf das Grundwasser ausüben, können große negative Auswirkungen auf die Menge und die Qualität des Grundwassers haben. Gleichzeitig wurden im Rahmen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) Bewirtschaftungsziele verankert, die keine Verschlechterung des allgemeinen Zustandes sowie eine Senkung der Schadstoffkonzentrationen erfordern. Ziel des § 47 des WHG ist ein Erreichen bzw. Erhalten eines guten chemischen und mengenmäßigen Zustandes und somit einem Gleichgewicht zwischen der Grundwasserentnahme und der Grundwasserneubildung.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, dient die langfristige Beobachtung des Grundwasserspiegels zur Datensammlung des allgemeinen Grundwasserzustandes und der Auswirkung von Eingriffen in den Grundwasserhaushalt.

Das IBL bietet vor der Investition in neue Messstellen eine detaillierte Recherche in Bezug auf ein vorhandenes Messnetz an und erarbeitet in Abstimmung mit allen Beteiligten die Ausgestaltung bzw. Erweiterung eines Grundwassermonitoringsystems.

Die Planung, Errichtung und Betreuung des Grundwassermonitorings erfolgt vollständig durch das IBL sowohl für Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVS-pflichtige Projekte), als auch für Überwachungs- und Beweissicherungszwecke bei wasserwirtschaftlichen Projekten, Grundwasserentnahmen sowie der fachgutachterlichen Begleitung bei Maßnahmen zur Grundwassersanierung und -sicherung.

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